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Berichte von unseren mehrtätigen Touren  - Teil 2 -


Leer Ostfriesland

Mai 2010


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Impressionen einer ADFC - Radreise nach Ostfriesland

 

Eine Woche gingen die Radler des ADFC Wedemark Anfang Mai wieder gemeinsam auf Tour.

In Leer wurde Quartier genommen; auch als das " Tor Ostfrieslands " bekannt. Die Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten historischen Häusern und der schön ausgebauten Fußgängerzone gilt als die wertvollste Ostfrieslands. Der Museumshafen, das Museumsviertel und gut erhaltene Baudenkmäler runden das Bild ab, wobei die Nähe zu Holland nicht zu übersehen ist. Leer ist vom Wasser geprägt, und die Flüsse Ems und Leda vereinigen sich hier.

 

Die im Umland gewonnenen ostfriesichen Impressionen waren nicht nur irdische Schafe an den nie aufhörenden Deichen, nein, der Betrachterin fielen sogleich die riesigen himmlischen Schäfchen auf, die nach einem kräftigen Wind einen strahlend blauen Himmel zurück ließen oder sich zu grau bis schwarzen Ungeheuern auftürmten. Das Radwandern ließ keine Wünsche offen. Bei durchwachsendem Wetter ging es vorbei an Rapsfeldern, grünen Weiden, Geest und Marsch, Kanälen, Schleusen und Klappbrücken. So die Jann-Berghaus -Brücke bei Leer, eine der größten Klappbrücken Europas. Durchfahrtsbreite von 40 - 56 m, extra für die Meyer Werft Papenburg vergrößert. Auch die dreistündige Besichtigung der Meyer Werft war eine sehr informative und interessante Abwechslung. Zur Überführung der riesigen Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft wird das Emswasser mit Hilfe des Emssperrwerks Gandersum aufgestaut und verhindert außerdem bei Sturmfluten die Überschwemmung ins Hinterland.

 

Die Fahrt ins Rheiderland über das grüne Städtchen Weener an der Ems war besonders schön. Entlang der Ems zieht sich die Flussmarsch, die 1,50 m unter dem Meeresspiegel liegt. Die nassen Wiesen sind als Zwischenrastplatz für Zugvögel von herausragender Bedeutung, weshalb das Gebiet 2000 als EU Vogelschutzgebiet ausgewiesen wurde. Hier auf der Dollard - Radroute fanden sich viele kleine verträumte reizvolle Orte, ein Kleinod die Kreuz-Kirche von Stapelmoor mit einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes, mittelalterliche Gewölbe-Bildermalerei in Originalfarben,dem ältesten Pfarrhaus Ostfrieslands und vielen anderen Besonderheiten.

 

Die Seehafenstadt Emden an der Mündung der Ems zur Nordsee wurde natürlich auch angefahren. Bei einer mehrstündigen Grachtenfahrt wurde den Teilnehmern ein Einblick in die Geschichte Emdens vermittelt, und die Fahrt ging durch die Kesselschleuse, die einzige Vier-Kammer-Schleuse Europas.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel man beim Radfahren in einer fremden Umgebung sehen und erleben kann. Vieles wurde in der kurzen Zeit nicht entdeckt; aber alle Sehenswürdigkeiten an unseren Wegen aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Alles in allem eine gelungene Fahrrad-Freizeit mit einer Mischung aus Natur und Kultur, organisiert von Christa und Eugen Heise.

 

Brigitte Halberstadt


Naturpark Lauenburg

Mai 2011

 

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ADFC im Seen-Paradies Naturpark Lauenburg

Die idyllische Landschaft der Lauenburgischen Seen war das Ziel der jährlichen Wochentour des ADFC – Ortsgruppe Wedemark. In Kehrsen, einem kleinen Ort mitten im Grünen, wurde in einem netten Landgasthaus Quartier genommen Sechs wunderschöne Tages-Radtouren standen zur Wahl, angeführt von Jürgen Michl aus Mölln, der den 25 Teilnehmern als Fahrradscout ein abwechslungsreiches Programm bot und eine unbeschwerte und erlebnisreiche Woche bescherte.

 

Der Naturpark Lauenburgische Seen ist einer der größten Naturparke Deutschlands, umfasst ca. 470 qkm und liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Mit seinen 40 Seen und großen Waldgebieten grenzt er an das Biosphärenreservat Schaalsee. Beide zusammen bilden ein großes Schutzgebiet entlang der ehemaligen Grenze zwischen DDR und BRD. Hier konnten sich über Jahrzehnte unberührt eine einmalige Flora und Fauna entwickeln. Der größte Bereich der Wasserfläche des Schaalsees ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und die Schaalseelandschaft hat eine internationale Bedeutung als Vogelschutzgebiet.

 

Bei der Tour um den Schaalsee mit Besuch der Insel Stintenburg faszinierte das Landschaftsbild im Wechsel von Hecken, Alleen, Feuchtwiesen und Feldern, wobei die blühenden Rapsfelder besonders ins Auge stachen. Unberührte Natur wohin das Auge blickte. Auch das Grenzhaus in Schlagsdorf wurde besucht, ein Museum zum Leben an der innerdeutschen Grenze nahe des Mechower Sees. Hier wurde anschaulich und eindrucksvoll über die Grenzregion berichtet - und ein Außengelände mit ehemaligen Sperranlagen besichtigt.

 

Eine besonders schöne aber auch anstrengende Tour war der Besuch der Stadt Mölln, die malerisch eingebettet ist von einer Vielzahl von Seen. Besonders nett anzuschauen war die Stadtführerin in alter Tracht, die in humorvoller Weise über die Geschichte Möllns berichtete. Sehenswert die Nicolai Kirche auf dem hohen Eichberg, das mittelalterliche Rathaus, gut erhaltene und restaurierte Fachwerkhäuser, der historische Marktplatz mit seinem Till Eulenspiegel Denkmal.

 

Dann der Ostseeküstenradweg von Travemünde die Lübecker Bucht entlang über das Brodtener Steilufer bei strahlendem Sonnenschein. Genussradeln mit Blick über die Ostsee. Oder um den Ratzeburger See mit Zwischenhalt in Ratzeburg und Abstecher zur Domhalbinsel. Eine wunderbare Kulisse, umgeben von 4 Seen, immer den Blickkontakt zum Wasser. Entlang der Wakenitzniederung ging es nach Lübeck, dem Highlight der Radwoche. Bei einer Stadtrundfahrt mit dem Schiff wurde viel Wissenswertes der langen Geschichte der Hansestadt vermittelt. Danach war Gelegenheit zur Selbstentdeckung der Altstadt mit seinem mittelalterlichen Flair und berühmten Baudenkmälern.

 

Die Radtouren im hügeligen Lauenburgischen hatten es oft in sich, begeisterten aber alle

Teilnehmer wegen der wunderschönen Radwege durch Buchenwälder, seenreiche Landschaften und historische Städte. Eine gelungene Mischung von Kultur und Natur.

 

Brigitte Halberstadt


 

 

 
 
 
Aktualisiert:   08-01 2012 Seitenanfang 
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